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Förderkonzept

Standortbezogenes Förderkonzept im Schuljahr 2019/20

In unserer Schule arbeiten und leben Kinder und Erwachsene miteinander. Wir alle – Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte und das Lehrer*innenteam – haben aber ein gemeinsames Ziel: Schülerinnen und Schüler sollen lernen, mit Sachthemen, mit sich selbst und mit anderen so umzugehen, dass es für alle Beteiligten förderlich ist. Gemeinsam vereinbarte Regeln für den Schulalltag helfen uns dabei.

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern ist ein Grundprinzip und nicht auf die wöchentliche Förderstunde begrenzt.

Die wöchentliche Förderstunde dient vornehmlich dazu, dass die Schülerinnen und Schüler die Lernziele in den einzelnen Schulstufen erreichen. Dem Förderunterricht geht eine genaue Diagnose voraus. Zum Förderunterricht können aber auch Kinder kommen, die keine Lerndefizite aufzuarbeiten haben. So kommen Kinder z.B. in den 4. Klassen vor Schularbeiten freiwillig zu dieser Förderstunde. In den meisten Klassen wird der Förderunterricht integrativ angeboten, so können Defizite ehestmöglich ausgeglichen werden, beziehungsweise Begabungen speziell unterstützt werden.

Begabten- und Begabungsförderung

In diesem Schuljahr neu ist die Begabten- und Begabungsförderungsstunde. Diese wird in Form einer Schreibwerkstatt bzw. eines Rechenlabors für Kinder angeboten, die sich besonders für diese Bereiche interessieren!

Leseförderung

Unsere eigene Schulbibliothek wird von den Schülerinnen und Schülern regelmäßig besucht.

Bücher können hier „angelesen“ und bei Gefallen entlehnt werden. Das Ausborgen regelt jede Klasse intern.

Seit dem Schuljahr 2012/13 findet ein wöchentlicher Lesebrunch, bei dem jede/r Schüler*in gemeinsam mit den LehrerInnen an einer 20-minütigen Leseeinheit teilnimmt (hierzu dürfen die Schüler*innen/Lehrer*innen ihre eigene Lieblingslektüre verwenden), statt.

Jedes Jahr in der Adventzeit werden Bücher von der Firma Leykam aus Deutschlandsberg ausgestellt. Die Kinder haben eine Woche lang Zeit, sich Bücher auszusuchen. Auch die Eltern haben Gelegenheit, sich diese Bücher anzusehen und Bestellungen aufzugeben.

Laut Auskunft der Bücherei Leykam zählt unsere Schule zu jenen, die das größte Interesse daran zeigen und jedes Jahr sehr viele Bücher bestellen.

Unsere Schule bietet auch Bücher in Klassenstärke an, damit gemeinsam im Unterricht und außerhalb der Schule, gelesen werden kann.

Außerdem besuchen die Kinder einmal im Monat die öffentliche Bibliothek in St. Stefan. Auch hier können Schülerinnen und Schüler Bücher gratis ausborgen. In der öffentlichen Bücherei werden auch regelmäßig AutorInnenlesungen und Lesenächte veranstaltet.

Ideen für dieses Schuljahr:

  • Für schwache Leser*innen – nur kleine Leseeinheiten
  • Bücher vorstellen – neugierig machen
  • Aus Sachbüchern Referate halten
  • Fortsetzungsgeschichten
  • Arbeitsaufträge schriftlich geben – Arbeiten an Plänan
  • Lesespiele: Zeichnen, zuordnen, Nonsens….
  • Vorlesen im Kindergarten („Große“ Kinder aus der 1. Klasse)
  • Vorlesen in fremden Klassen – Vorlesen im Haus der Generationen
  • Leseprojekte mit der NMS
  • Partner*innenlesen – Tandemlesen
  • Lesefest: Oma , Opa… lesen vor
  • Projekte ausarbeiten – vorlesen: Bezirksfahrt – Orte, Sehenswürdigkeiten…
  • Ins Mikrophon sprechen, Fernsehsprecher*in, „Klassentagebuch“
  • Lesepyramide
  • Mitarbeit der Eltern fördern: Leseaufgabe unterschreiben lassen
  • Zusatzlesestoff: Spatzenpost, Lux, Leserallye, Plop, Flizz, Yep, Stups
  • Lesemappe mit eigenen Texten (1. Klasse)
  • Gestalten einer eigenen „Klassenzeitung“
  • Leseaktionstage
  • „Lesestuhl“ – Barhocker, auf dem die SchülerInnen („erhöht“) ihre Lieblingsbücher/-lektüre vorstellen können
  • Lesecoach-Stunden
  • Lesenacht
  • Wandzeitung
  • Lesetagebuch
  • Mehrstufenklasse: jeden Tag wird mit einer 15minütigen Leseeinheit begonnen (eigene Lektüre)
  • Klassen nehmen am Leseschatz-Gewinnspiel teil
  • Abo – Pausenzeitung wird für die 4. Klassen bestellt – ab dem zweiten Semester auch die Kinder-Kleine-Zeitung
  • Autorenlesung von Hr. Karch für die Kinder der Volksschule in der öffentlichen Bücherei
  • Lesefest im April (Andersentag) für die 4. Stufe mit den NMS-Kindern der 1. Stufe und für die Kindergartenkinder (letztes Besuchsjahr) mit den Kindern der Eingangsklassen
  • „Das Buch der Woche“ – befindet sich in der Aula im Erdgeschoß – alle Kinder haben die Möglichkeit darin zu lesen.
  • „Autor*innenlesung“ – die Kinder lesen als Autor*in ihre eigenen, besonderen Texte vor.
  • Lesen mit der Sanduhr
  • Tandem-Lesen
  • Einführung von Lesepartner: Kinder der 1. Stufe lesen Kindern der 4. Stufe ihre Lese-HÜ vor
  • und 3. Stufe: Partnerlesen in Klassenverbänden
  • Antolin – wurde für alle Klassen freigeschaltet
  • Lesekompetenz im Bereich Mathematik anwenden (Wöchentliche Knobelplakate, Sachaufgaben, Mathematik-Labor, Monatliche Konobel-AB)
  • Lesekompetenz im Bereich Sachunterricht anwenden (Recherche mittels I-Pad, Lesen auf der Weltkarte, Referate und Projekte ausarbeiten)
  • Lesekompetenz im Bereich Englisch anwenden (Wort-Bildkarten, Englischwand in der Aula)

Zusätzliche Angebote in Deutsch und Mathematik

Mit allen SchülerInnen werden standardisierte Lesetests (Salzburger Lesescreening, IKM-Testungen) und bei den Schulanfänger*innen die 8- bzw. 16-Buchstabenprobe durchgeführt.

Hörschulung – phonologische Bewusstheit

Wöchentlich findet in der 1. Schulstufe eine Schulung der phonologischen Bewusstheit von der Sprachheillehrerin, in Absprache mit den jeweiligen Klassenlehrerinnen, statt.

Schwimmtage

Die dritten und vierten Klassen benützen regelmäßig das Hallenbad in Stainz. Die Kosten werden zur Gänze vom Schulerhalter, der Gemeinde St. Stefan/Stainz getragen. Alle Klassen können das Freibad in Stainz kostenlos benützen.

Nahtstelle: Kindergarten – Volksschule – NMS

Die Volksschule, die NMS und zwei Gruppen des Kindergartens St. Stefan ob Stainz sind im gleichen Gebäude untergebracht. Nicht nur die räumliche Nähe verlangt eine gute Zusammenarbeit (gemeinsam benutzter Pausenhof, Turnsäle…gleichzeitige Räumungsübungen usw.). Die Kolleg*innen der NMS sind eingeladen, die Kinder in der Volksschule zu besuchen und am Unterricht teilzunehmen. Vor allem die zukünftigen Klassenvorstände nehmen von diesem Angebot Gebrauch und tauschen Erfahrungen und Kenntnisse mit den Kolleg*innen aus der VS aus. Die 4. Klassen der VS besuchen die NMS am „Tag der offenen Tür“.

Die Kinder aus dem Kindergarten nehmen an vielen Veranstaltungen aus dem Jahreskreis der Volksschule teil (Adventkranzsegnung, gemeinsame Theatervorführungen…). Auch hier setzen sich die Kindergartenpädagoginnen und die zukünftigen Lehrer*innen der 1. Schulstufe zum Erfahrungsaustausch zusammen. Geplant ist im April sowohl für die Kindergartenkinder mit den Eingangsklassen wie auch für die Kinder der NMS gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 4. Stufe ein Lesefest anlässlich des Andersentages zu feiern.

 Bereits etabliert – und nicht mehr wegzudenken – ist die wöchentliche Einheit für die zukünftigen Schulanfänger*innen um schulvorbereitende Übungen (Kennenlernen, Sprechzeichnen, Sprachüberprüfung, Motorik, Reimen, Silben, Zahlen und Mengen), die von einer VS-Pädagogin in den Kindergartengruppen umgesetzt werden.

 Diese Transitionsarbeit ist in den Transitonsplänen der Bildungseinrichtungen ersichtlich.

 Verkehrserziehung

Verkehrserziehung findet ab der 1. Klasse in Zusammenarbeit mit der Polizeidienststelle Stainz statt: Auf dem Programm stehen Workshops zu folgenden Themen – Hallo Auto, Abnehmen der Radfahrprüfung, Sicherer Schulweg, Fahrradcheck, Helmi-Aktionstag und ein AUVA-Kindersicherheitstraining.

 Schul- und Personalentwicklung:

An unserer Schule unterrichten Lehrerinnen für Montessoripädagogik,

 Legasthenie, Dyskalkulie und Suchtprävention. Eine Kollegin hat den Lehrgang „Nonverbales Klassenmanagement“ absolviert.

Der regelmäßige Kontakt zu außerschulischen Beratungsinstitutionen (Delta, Sozialamt, Rainbows, ZIL, …) des Bezirks wird weiterhin gepflegt.

In diesem Schuljahr ist für alle Schüler*innen der dritten und vierten Klassen eine wöchentliche Einheit mit einer Schulsozialarbeiterin geplant – finanziert werden diese Stunden vom Gemeindebund.

Familienklassen und Mehrstufenklasse

Damit alle Kinder nach ihren individuellen Stärken und Bedürfnissen unterrichtet werden können, wurden mit dem Schuljahr 2012/13 die Familienklassen – Eingangsklassen errichtet. Diese vier Klassen werden von SchülerInnen der 1. und 2. Stufe besucht. Einer der vielen Vorteile dieser Klassen ist, dass Kinder der 1. Stufe zu Kindern der 2. Stufe in die Klasse dazukommen – somit ist automatisch ein Ordnungsrahmen gegeben. Die Schulanfänger*innen orientieren sich an den älteren Kindern und das „Sich-Zurechtfinden“ mit der für sie neuen Lebenssituation findet sehr schnell statt.

Die älteren Kinder werden automatisch zu „Paten und Patinnen“ ihrer ihnen anvertrauten Mitschüler*innen.

Wenn es zu Umstufungen während des Schuljahres kommt – sei es von der 1. Stufe in die Vorschulstufe oder von der 2. Stufe in die 1. Stufe, fällt es den Kindern sehr leicht mit der neuen Situation umzugehen, weil für sie die Lehrperson und ein Großteil der Mitschüler*innen gleich bleibt. Ebenso gilt das natürlich für Umstufungen von der 1. in die 2. Stufe. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass das Konkurrenzdenken nahezu wegfällt.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass das betroffene Kind somit die Möglichkeit bekommt, nicht den gesamten Jahresstoff der bereits angefangenen Schulstufe zu wiederholen, sondern, dass die Unterrichtsinhalte auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt werden können. Somit kann optimal am derzeitigen Leistungsstand des Kindes angeknüpft werden.

Die Pädagoginnen, die Schüler*innen und die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sind von diesen Familienklassen sehr überzeugt.

Unsere Mehrstufenklasse, hier werden SchülerInnen von der 1. bis 4. Schulstufe unterrichtet ist gleichzeitig auch eine Integrationsklasse, die in diesem Schuljahr von 6 Integrationskindern besucht wird.

Durch die gemeinsame Klassenführung der Volksschullehrerin und der Sonderschullehrerin und der Übernahme von großen Teilen aus der Jenaplanpädagogik wird jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten unterrichtet.

In diesem Schuljahr haben wir auch eine zweite Integrationsklasse auf der 4. Schulstufe.

Die lange Tradition der Führung von Integrationsklassen an der VS St. Stefan/Stainz unterstreicht hier einmal mehr den Gedanken des „Unterrichtens im inklusiven Setting“.

Das Lehrer*innenteam der VS St. Stefan, Schuljahr 2019/20